Die Gazellenjagd
Die Gazellenjagd findet in der
Ebene statt.
Eine kleine Karawane macht sich auf den Weg. Jagdhelfer, die
Knechte der Großgrundbesitzer (werden fälschlicher Weise oftmals als Scheichs
bezeichnet - Scheiche gibt es aber nur im arabischen Raum), führen einige Hunde
mit sich an der Leine. Andere Hunde wiederum werden
Reitern aufs Pferd gereicht, wo sie vor dem Reiter auf dem Pferd liegen. Das
spart natürlich Kraft für die anstehende Jagd.
Wenn die Reiter eine Herde
Gazellen entdeckt haben, beeilen sie sich, in die Nähe der Tiere zu kommen.
Sind sie dann nahe genug herangeritten, werden die Hunde auf die Erde herunter
gelassen und eine Meute von Tazis stürzt hinter den davon stobenden Gazellen
her.
Jeder Tazi trennt sich eine Gazelle aus der Herde heraus, die er dann fängt.
Der Tazi hat dann die Aufgabe, die Beute niederzureißen und sie festzuhalten
bis die Jäger eintreffen, um das Wild zu schlachten.
Gejagt wird immer ohne Gewehr.
Diese Art zu jagen beruht auf einer alten und langen Tradition.
Manchmal werden die Läufe der Hunde mit Henna eingerieben um bei kleineren Verletzungen Entzündungen vorzubeugen.