Der Name "Tazi"
Vor ca. 10.000 Jahren v. Chr. gab es in Persien ein Volk, über das man sagte, es sei leicht, schnell und wendig. Dieses Volk nannte sich Taziha. Deshalb gibt es für die drei Worte leicht, schnell und wendig auch nur ein Wort in der persischen Sprache: Tazi. In manchen kurdischen Dialekten wird Tazi auch Tanji ausgesprochen.
Im damaligen Persien, dem heutigen Iran, hatten die Perser einen Hund, auf den diese drei Worte zutrafen. Auch, wenn dieser Hund nicht mit dem Volk Taziha in Verbindung zu bringen ist, so wurde er schlicht und einfach Tazi genannt, ein leichter, schneller und wendiger Hund. Das Ursprungsland des Tazi ist Persien/ Kurdistan.
Der Tazi wird heute fast überall als Saluki bezeichnet. Woher der Name stammt, ist nicht klar. Auch seine Bedeutung ist nicht ganz klar. Sicher ist aber, Saluki ist ein arabisches Wort.
Vielleicht ist der Name zustande gekommen, weil Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts einige Europäer orientalische Windhunde mit nach Europa brachten. Hierbei handelte es sich aber nicht allein um den Tazi, sondern auch um den Sloughi und Azawakh. Da diese Hunde alle unter der Bezeichnung orientalische Windhunde liefen, kam vielleicht so der Name Saluki zustande.
Diese drei unterschiedlichen Rassen wurden in einem Showring gezeigt. Das hatte zur Folge, dass die orientalischen Windhunde oftmals miteinander verpaart wurden. Doch gibt es gravierende Unterschiede unter den Orientalen. Der Sloughi und der Azawakh haben ihren Ursprung in den nordafrikanischen Ländern, der Tazi kommt aus Persien und wenn man allein die Wetter- und Lebensbedingungen der jeweiligen Länder betrachtet, wird einem schnell klar, dass diese Hunde alle einer eigenen Rasse angehören.
Mitte des 20. Jahrhunderts hat man die unterschiedlichen orientalischen Windhunde jeweils als eigenständige Rassen akzeptiert.
So mancher Araber, der sich im Besitz eines Tazis befand, hatte diesen Hund vielleicht von Nomaden bekommen, die früher weit durch den Orient zogen. Es ist aber anzunehmen, dass diese Nomaden die Hunde nicht auf legale Weise erhielten. Vielmehr wird vermutet, dass sie die Hunde stahlen und zur Jagd auf ihrer Wanderung benutzten, um sie dann anschließend gewinnbringend zu verkaufen.